Fidena: Druckkopf 2006

Grußwort Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff, Staatssekretär

Wenn sich Größendimensionen verschieben, die Wahrnehmung in Frage gestellt wird und sich neue Perspektiven auf das Leben und die Kunst eröffnen, sind Sie vermutlich bei der FIDENA gelandet.

Mit Interesse verfolge ich die Entwicklung dieses kleinen aber feinen Festivals. Das Figurentheater der Nationen lotet thematisch und ästhetisch die Grenzen des Puppen-, Figuren- und Objekttheaters immer wieder neu aus und hat sich damit einen einzigartigen Platz in der europäischen Festivallandschaft erobert.

Auch in diesem Jahr wissen die nationalen und internationalen Produktionen in ihrer Konsequenz, Aktualität und Einzigartigkeit zu überraschen. Und sie beschränken sich dabei nicht auf Inszenierungen für Erwachsene, sondern beziehen selbstverständlich und in gleich hoher Qualität das junge Publikum mit ein. Die Künstler zeigen, wie sie mit Mut und Gefühl fordern und zulassen, dass etwas »unter die Haut« geht. Sie bewahren Menschlichkeit und Lebensmut – durch berührende Geschichten, aberwitzige Beobachtungen
oder bissige Analyse. Wie in kaum einer anderen Kunstart verzahnen sich kleinste Form und großes Universum, belebte und unbelebte Körper, Visuelles und Auditives, Material und Ideen.

Bochum und das Ruhrgebiet können stolz auf dieses Festival sein. Ich wünsche den Veranstaltern gutes Gelingen und den Künstlern und Zuschauern aus aller Welt eine Zeit intensiver Begegnung!
 

Grußwort Dr. Ottilie Scholz, Oberbürgermeisterin

Seit 48 Jahren schon trägt das Bochumer »Figurentheater der Nationen – FIDENA« auf bemerkenswerte Weise dazu bei, dass die Darstellungsweise des Puppen-, Figuren- und Objekttheaters als komplexe, faszinierende und eigenwillige Kunstform wahrgenommen wird.

Das internationale Festival FIDENA hat sich über Bochum und die Kulturregion Ruhrgebiet hinaus deutlich profiliert als ein Ort der Grenzüberschreitungen sowie als Treffpunkt von Künstlerinnen und Künstlern verschiedener Sparten und Herkunft. Dabei wird weder die Berührung mit der altbekannten komischen Figur des Puppenspiels gescheut noch die performative Provokation.

Und das macht den besonderen Charme dieses traditionsreichsten Bochumer Theaterfestivals aus!

Ich bin gespannt auf die außergewöhnlichen Aufführungen, die uns die Kompanien aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien,
Österreich, Italien, Südafrika, Belgien und den Niederlanden in diesem Jahr bieten werden.

Und daher heiße ich alle Gäste sowie die Künstlerinnen und Künstler in unserer Stadt herzlich willkommen.